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Das Haus, der Ort, die Umgebung und Sehenswertes

Das Haus

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Das Haus, in dem Sie wohnen, ein Fachwerkhaus mit Reetdach, ist ca. 250- 300 Jahre alt. Es gehörte zu einem alten landwirtschaftlichen Hof und diente teilweise als Stallung und zur Unterbringung der Mägde und Knechte. Davor sollen dort eimal Torfstecher untergebracht worden sein, welche im nahgelegenen Wittmoor ihre Arbeit verrichteten.




Seit kurzer Zeit stellen wir dieses nun unseren Gästen zur Verfügung. haus2 haus3

Der Ort


Lassen auch archäologische Funde darauf schließen, daß schon in der Stein- und auch der Bronzezeit hier Menschen siedelten, so fällt die erste urkundliche Erwähnung der beiden Dörfer wie so oft mit der Tatsache zusammen, daß im Jahre 1271 das Hamburger Domkapitel hier Landbesitz kaufte. Im Zuge der Auseinandersetzungen zwischen den sich befehdenden Linien der Schaumburger fallen die Dörfer an den Familienzweig, der seinen Sitz in Pinneberg hat. Im weiteren Verlauf wechseln sie noch mehrfach den Besitzer, bis sie 1475 an Herzog Johann von Lauenburg fallen. 1649 gehen sie aus lauenburgischem Besitz endgültig an den Herzog von Holstein-Gottorf über. Erst im Jahre 1866 werden die Dörfer durch die preußische Regierung im Kreise Stormarn der Gemeinde Tangstedt angegliedert, wo sie bis 1937 verbleiben, um dann ebenfalls endgültig den Hamburger Walddörfern zugeschlagen zu werden. Die dörflichen Strukturen haben sich in Lemsahl-Mellingstedt östlich der Lemsahler Landstraße erhalten. Unser Stadtteil hat eine Fläche von 794 ha; das entspricht statistisch 5 Einwohnern pro Hektar

Das Wittmoor


moor1 Wer an dunkelnden Herbstnachmittagen das Wittmoor betritt, kann erfassen, was das Moor in der Literatur so einmalig macht: sein eigenartiges, eher morbides denn vitales Landschaftsbild, seine auch bedrückende Stille, die kalte durch die Kleider kriechende Feuchte. Und er wird sich der Sagen und Märchen oder auch mancher Gedichte erinnern, in denen das Moor die Bühne für ebenso wundersames wie schreckliches Geschehen gab.
moor2 In der Tat bietet das Wittmoor das wohl eindrucksvollste Bild eines ehemaligen Hochmoores in Hamburg. An den Abstichkanten der mächtigen bis zu drei Meter hohen Torfschichten sind noch viele einzelne Pflanzenreste zu erkennen. Für den Botaniker oder Forstwissenschaftler ist das Wittmoor eine Fundgrube für die Dokumentation der Vegetations- und Waldgeschichte seit der letzten Eiszeit und auch für den Laien eine eindrucksvolle Bebilderung der Jahrtausend langen Geschichte der Entstehung dieses Moores, das als Naturschutzgebiet auf Hamburger und Schleswig-Holsteiner Flächen liegt.